Hund

Die optimale Fütterung

Wie konnten die Hunde nur bis heute überleben? Ohne Medikamente? Wirklich erstaunlich!

 

Zehntausend Jahre sei der Hund nun beim Menschen, meinen die einen. Eine lange Zeit. Aber viel eher sind es bereits 40 000 oder gar 60 000 Jahre. Seit damals wurden ebenso viele Rassen gezüchtet, wie der Hund Aufgaben erfüllen sollte.

 

Die Rassehunde haben sich körperlich und geistig so weit vom Wolf entfernt, dass man den Ursprung häufig nicht mehr erkennen kann. Und doch haben diese gravierenden Veränderungen nicht zu einer verminderten Vitalität geführt. Bis vor etwa 60 Jahren. Seitdem häufen sich die Erkrankungen.

 

Bei dem so hohen Alter, das unsere Hunde heutzutage erreichen, wird gerne übersehen, daß immer mehr Krankheiten entstehen, die immer seltener geheilt werden können, trotz aller wissenschaftlicher Forschung. Fast alle Krankheiten, an denen wir Menschen leiden, bekommen auch die Hunde. Das ist keine gute Entwicklung.

Es wird auch an die Hunde nicht gedacht, die über die ersten Lebensjahre nicht hinauskommen sind, und das trotz angeblich schärfster Ausleseverfahren der Zuchttiere. Auf die Anlagen kann man es also nicht alleine schieben, wenn immer mehr Krankheiten auftreten, an der Vererbung liegt es nur bedingt.

Woran aber denn? Irgendetwas muß sich ja grundlegend geändert haben.

 

Der Wolf ist ein Allesfresser, kein Fleischfresser. Wie alle Raubtiere leckt er zuerst das Blut, dann frisst er die Innereien, sogar den Magen und den Darm mit Inhalt. Seine Beutetiere sind überwiegend Pflanzenfresser. Deren Darm ist entsprechend voll mit halbverdauter Pflanzennahrung, reich an Enzymen, Vitaminen, auch solchen, die von den Darmbakterien der Beuteltiere produziert wurden, an sekundären Pflanzenstoffen, an Chlorophyll, Antioxidanzien und an Mineralien und Spurenelementen, die alle eingebaut sind in organischen Strukturen, also nicht aus Gesteinen stammen oder chemisch hergestellt wurden. Das ist das volle Leben. Daraus schöpft der Wolf.

 

Der Wolf frißt auch die inneren Organe, also Leber, Nieren, Milz und Herz, dann Fleisch, Sehnen, Knorpel und Knochen, aber eben nicht überwiegend. Und nichts, was er frisst, ist erhitzt.

Und was bekommt der Hund zu fressen? Vergleichen Sie mal!

 

In den zoologischen Gärten hat man aus dieser Erkenntnis längst die Konsequenzen gezogen und bietet den Beutegreifern heute ganze Tiere als Futter an. So sieht da die Grundversorgung aus. Je nach Bedarf wird das Futter noch mit Mikronährstoffen angereichert, das man in die Futtertiere injiziert.

Nun möchten Sie aber sicher ihren Hund nicht mehr mit ganzen Tieren füttern. Nein, das müssen Sie nicht. Es geht auch anders.

 

Sie sollten möglichst vollständig die Stoffe ergänzen, die im Futter fehlen oder durch große Hitze, Drücke oder Scherkräfte zerstört oder zumindest in ihrer Wirkung vermindert wurden, damit alle Zellen optimal versorgt werden können. Dazu gehören Vitamine, möglichst natürlichen Ursprungs, einige Aminosäuren, aber immer die L-Form, ungesättigte Fettsäuren, also hochwertige Öle, dann auch Lecithine, das sind Phospholipide, die für den Zellaufbau unentbehrlich sind, zusätzlich Enzyme, mit denen man die Hunden durch Gemüse, Früchte, Algen, Kräuter und Heilpflanzen versorgen kann, und diese Pflanzen liefern gleichzeitig viele sog. sekundäre Pflanzenstoffe, von denen so manche als Heilmittel verwendet werden. Auch immunstimulierende Stoffe sind nötig.

 

Gerade die immunstimulierenden Stoffe werden bei der Versorgung der Hunde meist völlig vergessen.

Man muß sich einmal klar machen, daß der Wolf mit jedem Beutetier immer wieder auch ein vollständiges und funktionsfähiges Immunsystem als Futter bekommt, und damit alle Immunglobuline, auch Antikörper genannt. Das fehlt in allen Alleinfuttern vollständig. Diese Ergänzung ist aber gerade in kritischen Phasen, wie der Aufzucht, bei Impfungen oder auch nach überstanden Krankheiten besonders wichtig.

 

Nahrung muß komplex sein, wie die Natur. Ernährung ist also nicht ganz einfach. Wer das Wohlbefinden seines Hundes will, muss sich die Mühe machen und das tägliche Futter optimieren.


Körperzellen, die mangelhaft versorgt sind, geraten in Streß, die Vorstufe von Krankheiten. Man kann das an Unruhe, Nervosität und Gereiztheit der Hunde erkennen, oder auch an Müdigkeit und Lethargie.

 

Wichtig ist immer, daß Sie bei der Fütterung möglichst nahe an der Natur bleiben. Je weniger die Produkte zuvor mit Chemie, Hitze oder Druck behandelt wurden, umso besser für ihren Hund.

Nur die Natur darf die Lehrmeisterin sein. Und alle Wissenschaft und Technik sollte sich an ihr orientieren, denn die Natur hat über Millionen Jahre bewiesen, daß sie es kann.